{"id":189,"date":"2013-10-28T08:36:59","date_gmt":"2013-10-28T08:36:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.energiearbeit-essen.de\/?p=189"},"modified":"2013-10-28T08:36:59","modified_gmt":"2013-10-28T08:36:59","slug":"mensch-entspann-dich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.energiearbeit-essen.de\/?p=189","title":{"rendered":"Mensch, entspann dich!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.stern.de\/gesundheit\/meditation-mensch-entspann-dich-2064984.html\">http:\/\/www.stern.de\/gesundheit\/meditation-mensch-entspann-dich-2064984.html<\/a><\/p>\n<p>Montag, 8:30 Uhr, irgendwo in Deutschland. Christine Ebert hat es eilig, sie ist sp\u00e4t dran. Mit gesenktem Kopf l\u00e4uft sie durch die Stra\u00dfen, nebenbei schlingt sie ein K\u00e4sebr\u00f6tchen herunter, ohne den Geschmack wirklich wahrzunehmen. In letzter Minute schafft sie es in die Stra\u00dfenbahn. Sie l\u00e4sst sich auf den Sitz fallen und zieht das Smartphone aus der Jackentasche. Noch auf dem Weg ins B\u00fcro beantwortet sie die ersten E-Mails.<\/p>\n<p>Zugegeben, Christine Ebert ist erfunden. Aber so wie die eben beschriebene Szene sieht der Alltag vieler Menschen aus. Wir sind st\u00e4ndig hin- und hergerissen, m\u00fcssen unsere Energie aufwenden f\u00fcr die unterschiedlichsten Dinge: telefonieren, neue Ideen entwickeln, Emails schreiben, zum n\u00e4chsten Termin hetzen. Der Multitasking-Zwang im B\u00fcro treibt uns an. Abends, auf dem Sofa, f\u00fchlen wir uns kraftlos, \u00fcberm\u00fcdet, unzufrieden. Dabei wollen wir doch eigentlich nur eins: gl\u00fccklich sein.<\/p>\n<h2>Die Kunst Loszulassen<\/h2>\n<p>Was fehlt? Achtsamkeit. Und die Kunst Loszulassen und zu entspannen. Eine Mittel gegen die Misere: Meditation. Wer regelm\u00e4\u00dfig meditiert, ist entspannter, kann sich besser konzentrieren und ist weniger anf\u00e4llig f\u00fcr Stress oder Depressionen. Das ist wissenschaftlich bewiesen. Vor allem aber verspricht Meditation das, wonach sich viele von uns sehnen: Ruhe.<\/p>\n<p>Dabei ist Meditation viel mehr als nur ein klischeehaftes &#8222;Ohmmm&#8220; im Schneidersitz. Die Sitzmeditation ist zwar am weitesten verbreitet; sie ist aber nur eine M\u00f6glichkeit von vielen, um sich zu entspannen.<\/p>\n<p>Jede Handlung kann Meditation sein, sagen Zen-Buddhisten. Die einen finden durch Yoga, Tai Chi oder Qigong zu ihrer inneren Mitte; andere versetzen sich durch das Malen eines Schriftszeichens, durch Bogenschie\u00dfen oder durch das Kehren des Hofes in einen Bewusstseinszustand der Konzentration und Besinnung.<\/p>\n<div>\n<p>Alles \u00fcber die Kraft der Meditation&#8230; lesen Sie im neuen\u00a0<a title=\"Link \u00f6ffnet neues Browserfenster: http:\/\/www.stern.de\/magazin\/\" href=\"http:\/\/www.stern.de\/magazin\/\"><i>stern<\/i><\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>So wie Wolfgang Hess. Der 65-J\u00e4hrige arbeitete zun\u00e4chst als Zahnarzt und Immobilienh\u00e4ndler. Doch dann, als er in einer Berliner Buchhandlung nach einem Geburtstagsgeschenk f\u00fcr einen Freund suchte, entdeckte er zuf\u00e4llig ein Buch \u00fcber japanische G\u00e4rten. Hess war fasziniert, er kaufte das Buch, fuhr nach Hause, zeigte es seiner Frau. Er sagte: &#8222;Schatz, wir m\u00fcssen nach Japan, G\u00e4rten angucken.&#8220; Das war 1996.<\/p>\n<h2>Vom Riesenkotzbrocken zum Kotzbr\u00f6ckchen<\/h2>\n<p>Heute leitet Hess das\u00a0<a title=\"Link \u00f6ffnet neues Browserfenster: http:\/\/www.zenkloster-in-liebenau.de\/\" href=\"http:\/\/www.zenkloster-in-liebenau.de\/\">Zen-Kloster in Liebenau<\/a>, Niedersachsen: ein Ort der Stille, mitten im Wald, weit weg vom Trubel der Gro\u00dfst\u00e4dte, umgeben von Teichen und japanischen G\u00e4rten. Und genau diese G\u00e4rten sind es, die Hess&#8216; Leben ver\u00e4ndert haben.<\/p>\n<p>Er sagt:<\/p>\n<p><i>Im japanischen Zen-Buddhismus gibt es neben der t\u00e4glichen Meditation eine \u00dcbung, die mir sehr gut tut: meditative Gartenarbeit, genannt &#8218;Samu&#8216;. Ziel ist es nicht, den Garten zu s\u00e4ubern \u2013 sondern den eigenen Geist. Ich habe in unserem Kloster gro\u00dfe, japanische G\u00e4rten angelegt mit Teichen, Kiesfl\u00e4chen und Moosh\u00fcgeln. Da sprie\u00dft immer wieder Unkraut. Wenn ich mich niederknie und einen Halm aus dem Boden ziehe, konzentriere ich mich voll auf diese T\u00e4tigkeit. Dabei ist es ganz egal, was ich tue. Das kann Gras rupfen sein, das kann ein Blatt sein oder ein Samenkorn, das ich vom Boden aufhebe. Ich sammele alles in einer Schale. Wenn die Schale voll ist, gehe ich in den Wald und leere sie aus. Das mache ich etwa 20 Minuten lang.<\/i><\/p>\n<p><i>Nach einer kurzen Pause fange ich von vorne an, f\u00fcr insgesamt zwei Stunden. Jeden Tag. Schweigend. So bringe ich mein Gehirn in einen Zustand der v\u00f6lligen Ruhe. Ich denke an nichts anderes mehr. Das erfordert die gleiche Disziplin wie bei der Sitzmeditation. Und genauso verliere ich mich in Leere und Schwerelosigkeit. Ein wunderbares Gef\u00fchl!<\/i><\/p>\n<p><i>Fr\u00fcher, in meinen Zeiten als Immobilienh\u00e4ndler, habe ich viele Gesch\u00e4fte abgewickelt. Ich war ein Riesenkotzbrocken, st\u00e4ndig gereizt und streitlustig. Durch Zen habe mich zum Kotzbr\u00f6ckchen entwickelt. Ich bin jetzt viel ruhiger und gutm\u00fctiger meinen Mitmenschen gegen\u00fcber. Mit 42 Jahren habe ich alles hingeschmissen. Seitdem k\u00fcmmere ich mich nur noch um Zen und um die G\u00e4rten. Ich habe jetzt ein wundersch\u00f6nes Leben.<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>http:\/\/www.stern.de\/gesundheit\/meditation-mensch-entspann-dich-2064984.html Montag, 8:30 Uhr, irgendwo in Deutschland. Christine Ebert hat es eilig, sie ist sp\u00e4t dran. Mit gesenktem Kopf l\u00e4uft sie durch die Stra\u00dfen, nebenbei schlingt sie ein K\u00e4sebr\u00f6tchen herunter, ohne den Geschmack wirklich wahrzunehmen. In letzter Minute schafft sie es in die Stra\u00dfenbahn. 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